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CAR-T-Zellen bei wissensschau.de

CAR-T-Zellen sind eine neue Option der Krebstherapie: Ein künstlicher Rezeptor verleiht natürlichen Immunzellen die Fähigkeit, Krebs aufzuspüren und zu bekämpfen. Anwendung finden sie bislang jedoch nur bei manchen Formen von Blutkrebs. Lebensgefährliche Nebenwirkungen und hohe Kosten gehören zu den Hürden, die eine weitere Verbreitung erschweren.

Grundlagen

CAR-T-Zellen bekämpfen Krebs

CAR-T-Zellen erkennen Tumore, die für das Immunsystem unsichtbar sind. Sie entstehen aus einer bestimmten Sorte von Immunzellen, den T-Zellen, die Ärzte aus dem Körper der Patienten isolieren und im Labor mit einem CAR-Molekül ausstatten.

CAR – ein Rezeptor aus dem Baukasten

Der chimeric antigen receptor (CAR) ist ein künstliches Signalmolekül, das Krebszellen erkennt und eine Abwehrreaktion von Immunzellen auslöst. Es ist aus mindestens drei Bausteinen zusammengesetzt, die von natürlichen Proteinen stammen.

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Bei welchen Erkrankungen helfen CAR-T-Zelltherapien?

Zugelassen sind CAR-T-Zellen bislang nur bei Leukämien und Lymphomen, ihr Einsatz wird aber auch bei Tumoren in Brust, Lunge, Darm, Prostata und Gehirn getestet. Langfristig ist auch die Behandlung von HIV-Infektionen und Autoimmunerkrankungen denkbar.

Nebenwirkungen

CAR-T-Zellen haben schwere Nebenwirkungen

Nach einer CAR-T-Zelltherapie hat fast jeder Patient mit Nebenwirkungen zu kämpfen – hohes Fieber, Herzrasen, Atemnot. Häufig ist die Funktion lebenswichtiger Organe gestört und eine Einweisung auf die Intensivstation wird unvermeidlich. In der Regel legen sich diese Beschwerden jedoch innerhalb weniger Tage.

CAR-T-Zellen erzeugen einen Zytokinsturm

CAR-T-Zellen setzen im Körper des Patienten Botenstoffe frei, die unerwünschte Reaktionen auslösen können. Ärzte bezeichnen dies als Zytokinfreisetzungs-Syndrom, in schweren Fällen auch als Zytokinsturm. Die heftige Entzündungsreaktion kann viele Körperorgane beeinträchtigen und im schlimmsten Fall tödlich verlaufen.

Drei Tote bei zwei Studien, weitere CAR-T-Zelltherapie zugelassen...

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Zugelassene Therapien

Kymriah: Leukämien und Lymphome

Die CAR-T-Zelltherapie Kymriah behandelt aggressive Formen der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) und des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL). Fast die Hälfte der Patienten hat eine deutlich verlängerte Überlebenszeit.

Yescarta: Lymphome

Die Gentherapie Yescarta nutzt CAR-T-Zellen für die Therapie des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL). Etwa die Hälfte der Behandelten kann darauf hoffen, mindestens zwei weitere Jahre zu überleben.

Tecartus: Mantelzell-Lymphome

Die Gentherapie Tecartus ist speziell auf die Behandlung von hartnäckigen Mantelzell-Lymphomen zugeschnitten. In einer ersten Studie verlängerten sie die Lebensdauer einiger Patienten um zwei Jahre oder mehr

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