Funktionsweise des Gene Drive

Gene Drive mit Genschere CRISPR/Cas9
Genmanipulation in freier Natur

Ein Gene Drive kann das Erbgut freilebender Tiere verändern - eine Option im Kampf gegen Malaria, invasive Arten und Pflanzenschädlinge. Die Folgen wären allerdings kaum absehbar.

Egoistisch dank CRISPR/Cas9

Viele Gene Drives nutzten die Genschere CRISPR/Cas9, um neue oder veränderte Gene im Erbgut freilebender Populationen zu verankern.

Medea Drive, X-Shredder und Daisy Chain

Forscher testen diverse Methoden, um die Idee eines Gene Drive zu verwirklichen. Neben der CRISPR-basierten Variante gehören auch der Daisy Chain Drive, der Medea Drive und der X-Shredder dazu.

Anwendungen des Gene Drive

Eine Vererbung gemäß Mendel verändert nur einen Teil der Nachkommen, bei einem Gene Drive sind es alle
Malaria und invasive Arten

Stechmücken, Aga-Kröten und Kirschessigfliegen: Eine Bekämpfung ist mit konventionellen Methoden nur schwer möglich, und so suchen Forscher dringend nach neuen Optionen.

Pflanzen

Gene Drives könnten Unkräuter eindämmen, indem sie Herbizid-Resistenzen beseitigen oder die geschlechtliche Fortpflanzung behindern. Doch bei Pflanzen stößt diese Methode auf hartnäckige Probleme.

Landwirtschaft

Gene Drives könnten die Landwirtschaft unterstützen, indem sie Schädlinge bekämpfen oder Herbizidresistenzen zurücknehmen. Viele mögliche Anwendungen sind bereits durch Patente geschützt.

Drängende ethische Fragen

Der US-Bioethikers Daniel Callies hat sechs kritische Punkte beim Einsatz eines Gene Drive identifiziert und diese im Kontext von Malaria diskutiert.

 

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